Verlängerte Embryonenkultur

Verlängerte Embryonenkultur

Ab dem dritten Tag nach der Befruchtung spricht man schon von der sog. verlängerten Kultur (VK). Die VK ermöglicht die Beurteilung mehrerer Entwicklungs- und morphologischer Merkmale des Embryos in einem bestimmten Zeitraum. Man ist bestrebt, in der Gruppe von vitalen Embryonen den besten Embryo zum Transfer auszusuchen. Die verlängerte Embryonenkultur mit mehr oder weniger schlechter Embryonenqualität dient zur Beurteilung, ob überhaupt entwicklungsfähige Embryonen in der betreffenden Gruppe vorkommen. In den meisten Fällen ist erst am 5. Tag der Kultur bekannt, ob mindestens ein Embryo in der Gruppe das entsprechende Blastozystenstadium erreicht hat. Ist dies nicht der Fall, ist es besser, den betreffenden Zyklus ohne Embryonentransfer abzubrechen.

Die kontinuierliche Überwachung der embryonalen Entwicklung bietet viel mehr Informationen über die Dynamik der Zellteilung, und der zum Transfer ausgesuchte Embryo ist oft schon am 2. Tag der Embryonenkultur bekannt.

Die Dauer der Embryonenkultur wird auch von folgenden Kriterien beeinflusst:

  • Wachstum der Gebärmutterschle­imhaut
  • mögliches Risiko des Überstimulati­onssyndroms
  • Zeit zur genetischen Analyse der durch Biopsie gewonnenen Zellen bei PGD/PGS

PFC-Empfehlung

Die Entscheidung über die Kulturdauer Ihrer Embryonen, d. h. die Festlegung des Embyonentrasfer­termins, obliegt dem PFC-Team.